Ein Naturprodukt durch und durch

Die Kreppsohle

 Über die wohl natürlichste Form des Komforts.  Alles über diese Sioux-Spezialität erfahren Sie hier.

Naturkreppsohlen sind typisch Sioux. Seit unserer Gründung setzen wir dieses hochwertige Naturmaterial ein. Kreppsohlen sind heutzutage eine echte Spezialität und eine wirkliche Rarität. Nur noch sehr wenige Schuhhersteller bieten Schuhe mit Kreppsohlen an. Die Verarbeitung ist komplex und die Sohlen kosten ein Vielfaches im Vergleich zu den heute gängigen mineralölbasierten Materialien (wie EVA, TPU oder Leichtgummi). Für die Verarbeitung von Kreppsohlen braucht man echtes Fachwissen und viel Erfahrung. Daher werden Kreppsohlen heute meist nur noch im Luxussegment eingesetzt. Besonders der modisch informierte Mann und die weitgereiste Fashionista schwören auf Kreppsohlen. Verständlich - verleiht doch eine Kreppsohle dem Schuh immer einen unverkennbaren, natürlich-lässigen Look: egal ob einem Desert-Boot, Damenbootie oder dem Kultschuh der 80er Jahre: unserem Grashopper. Ein Schuh mit Naturkreppsohle ist ein echter Must-Have in jedem Schuhschrank, daher führen wie bei Sioux auch nach über 60 Jahren immer noch Schuhe mit echter Naturkreppsohle im Programm. Sioux-typisch natürlich immer noch zu einem vernünftigen Preis.


Was ist eine Kreppsohle und woher stammt der Rohstoff?


Wir verwenden bei all unseren Schuhen, die mit Kreppsohle ausgestattet sind, zu 100% hochwertigen Naturkautschuk in der höchsten Qualitätsstufe. Die Kautschuk- bzw. Kreppsohlen entstanden aus der Idee, die Sohlen in ursprünglicher Art und Weise herzustellen, wie sie die Indianer in Südamerika aus dem Hevea-Baum gefertigt hatten. Für die Herstellung der Kautschuk-Sohle wird auch heute noch ausschließlich die Milch des Hevea-Baums verwendet, der in tropischen Regenwäldern wächst. Die Milch wird durch feine Schnitte in der Rinde gewonnen, aus denen diese abfließen kann. Die Schnitte schwächen den Baum keinesfalls – sie helfen ihm, zu florieren. Dabei produziert jeder Baum täglich ca. 50 Gramm Milch. Um ein Paar Kreppsohlen in durchschnittlicher Schuhgröße (zum Beispiel in Größe 42) zu produzieren, sind 25 bis 30 Schnitte notwendig. Die entnommene Milch wird vom Baum nachproduziert. Der Baum erhält dafür ausreichend Zeit, um sich zu regenieren. Nach der Regeneration wird aus dem Kautschukbaum erneut die Milch gewonnen. Botaniker sagen sogar, dass die Milchentnahme die Widerstandskräfte des Baumes stärkt. Ähnlich einem Aderlass oder der Schröpfung beim Menschen, die heute noch in der alternativen Medizin eingesetzt werden.


Wie entsteht eine Kreppsohle?

Nach der Entnahme wird die Kautschukmilch von Hand gefiltert – ähnlich dem Prozess bei der Käseherstellung – und anschließend in Formen gegossen. Nach dem Gerinnungsprozess wird der Kautschuk eine Stunde lang gekocht. Die Sohlen werden einzeln von Hand hergestellt – Stück für Stück. Zwanzig manuelle Arbeitsprozesse sind notwendig, bis die Sohlen für die Schuhherstellung eingesetzt werden können. Dieser Prozess folgt einer langen Tradition. Die Herstellungsverfahren sind ausschließlich mechanisch und thermisch, d.h. die Produktion kommt ganz ohne Chemie aus. Lediglich für den Gerinnungsprozess wird Ameisensäure (acidum formicum) verwendet, eine natürlich vorkommende, biologisch abbaubare Säure.


Welche Vorteile bietet eine Kreppsohle?

Die Kreppsohle ist ein Naturprodukt durch und durch, welches durch hervorragende Elastizität und Weichheit ein unnachahmliches Tragegefühl bietet. Darüber hinaus gewährt sie einen optimalen Schutz für den komplexesten Teil des Fußes, den Mittelfuß, da sie das natürliche Abrollen des Fußes hervorragend unterstützt.

Beim Auftritt wirken die Sohlen durch tausende mikroskopisch kleine Luftbläschen wie eine Art natürlicher Stoßdämpfer, der die Bänder und Sehnen schont. Eine derartige Verbindung von herausragenden Eigenschaften ist für andere Sohlen-Materialien unnachahmlich und unerreichbar. Es kommt bei der Ergonomie einer Sohle nicht nur auf ihren Dämpfungswert an, sondern auch auf die Rückstellfähigkeit. Denn neben der Dämpfung muss eine Sohle auch Halt geben. Wer zu tief einsinkt, belastet wiederum das Fußgewölbe. Unsere Außendienstmitarbeiter tragen an langen Messetagen übrigens in der Regel Schuhe mit Kreppsohlen, da sie nur in diesen ermüdungsfrei durch die 8 bis 12 Stunden im Stehen kommen. Sioux verwendet seit den 1950er Jahren Kreppsohlen. In den 1960er Jahren wurden alle Grashopper mit Kreppsohle ausgestattet. Der Grashopper avancierte nicht nur zum Studentenschuh der 68er, sondern wurde auch der Wanderschuh für die ganze Familie.

Die Oberflächenstruktur sichert der Kreppsohle eine lange Haltbarkeit. Das Material ist offenporig, es hat daher – ähnlich wie die Haut eines Geckos – hervorragenden Gripp auf rutschigen Flächen. Diese Vorzüge vereinen sich alle in einem Produkt, das zu 100% für Nachhaltigkeit und Natürlichkeit steht.

Im Übrigen sind Kreppsohlen biologisch abbaubar, was für Gummi-, TPU- und EVA-Sohlen nicht in der Form zutrifft. Die Vorzüge in Punkto Nachhaltigkeit von Kreppsohlen liegen also nicht nur in ihrem natürlichen Ursprung, sondern auch darin, dass wenn ihre Geschichte zu Ende geht, sie wieder in den „Schoss der Erde“ zurückkehren.


Gibt es auch Nachteile von Kreppsohlen?


Wir würden das zwar nicht als Nachteile bezeichnen, aber es gibt zwei Charakteristika der Kreppsohle, die beachtet werden sollten. Einerseits ist das Naturmaterial Krepp etwas schwerer als rein chemisch hergestellte, geblähte Sohlen (wie z.B. EVA, TPU oder Leichtgummi, was üblicherweise bei Sneakern eingesetzt wird). Das fällt beim Tragen nicht ins Gewicht, fällt aber auf, wenn man Schuhe direkt in die Hand nimmt und miteinander vergleicht. Der Schuh mit Kreppsohle ist etwa 60-80 Gramm schwerer. Ein zweiter Punkt ist, dass Schuhe mit Kreppsohlen aufgrund ihrer Offenporigkeit den Staub der Umgebung annehmen. Wir nennen diesen Effekt Patina. Die Sohle wird ein Abbild der langen und oft staubigen Wege des Trägers oder der Trägerin. Hier finden Sie Hinweise, wie Sie Kreppsohlen vor Verschmutzungen bewahren können und wie Sie Kreppsohlen wieder reinigen können.


Was sollte man bei Kreppsohlen beachten?


Die Kreppsohle ist robust und lange haltbar. Eine besondere Schonung verlangt sie nicht. Sie ist aber, wie eine Ledersohle auch, ein echtes Naturprodukt und man sollte sie daher nicht extremen Umwelteinflüssen aussetzen. Um lange Freude an den Sohlen zu haben, sollte man sehr heißen Asphalt (z.B. in Wüstenregionen) vermeiden und die Schuhe nicht in Kontakt mit Benzin oder ähnlichen Lösungsmitteln bringen, da die Oberfläche ansonsten beschädigt wird. Früher wurde empfohlen, die Schuhe nicht beim Tanken anzuziehen. Das galt sicherlich in den Jahren, als es noch keine Stoppautomatik an Zapfsäulen gab und regelmäßig Öl- und Benzinlachen den Boden bedeckten. Inzwischen kommen derlei Dinge bei Tankstellen nicht mehr vor. Kreppsohlen sind ebenso langlebig wie mineralisch oder chemisch erzeugte Sohlen. Sie machen aber einen Unterschied in ihrer Weichheit, Flexibilität, Natürlichkeit und Nachhaltigkeit.


Wie kann ich echten Krepp und künstlichen Krepp unterscheiden?


Echten Krepp erkennt man an seiner Optik (offene, kräuselige Struktur), seiner Haptik (porös, anhaftend) und insbesondere am Geruch (eine Mischung aus Haferstroh und Radiergummi). Echte Kreppsohlen gibt es nur in zwei Farben: ein helles, honigartiges Braun und ein milchiges, leicht gelbliches Weiß. Ist eine Kreppsohle schwarz, so wurde sie im Nachhinein eingefärbt. Von vielen Schuhherstellern wird künstliches Krepp bzw. Kreppimitat verwendet, da es deutlich preiswerter und einfacher in der Herstellung ist. Leider haben diese Imitatstoffe keine der vorzüglichen Eigenschaften von Naturkrepp. Sioux verwendet daher ausschließlich Naturkrepp.

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