Das Leben eines Außendienstlers

486. Das ist die Anzahl der unterschiedlichen Schuhmodelle, die ich pro Saison in- und auswendig kennen muss. Doch nicht nur für den Kopf bringt dieser Job einiges an Anstrengung mit sich. Was mein Arbeitsalltag sonst noch für mich bereit hält und was ich an meinem Job so liebe, erfahren Sie hier.

Was macht ein Vertriebsmitarbeiter?

Darf ich mich kurz bei Ihnen vorstellen: Mein Name ist Sven Wolters und ich arbeite seit 10 Jahren in der Schuhbranche. Als Vertriebsmitarbeiter bin ich dafür zuständig, dass Sie als Kunden in den Schuhgeschäften nicht nur unsere tollen neuen Kollektionen sehen, sondern dass diese auch ideal präsentiert und Sie außerdem fachgerecht beraten werden. Als Vertriebsmitarbeiter für Nordrhein-Westfalen betreue ich rund 170 Fachhändler für Sioux. In diesem Gebiet kümmere ich mich nicht nur um alle Anliegen, die die Händler haben, sondern auch darum, dass das Verkaufspersonal Sie als Kunden kompetent beraten kann und plane die eine oder andere Sonderaktionen im stationären Handel. Zusätzlich bin ich bei Modemessen vor Ort, analysiere Verkaufszahlen und informiere mich über die aktuellsten Trends.


Der Showroom als zweites Zuhause

Während der Orderphase (so nennen wir die Zeit, in denen die Händler die Kollektionen bestellen) sind 75% meiner Kundentermine in meinem Sioux-Showroom in Ratingen-Breitscheid. Dieser Showroom ist ein Verkaufsraum, zu dem ausschließlich Modehändler und Schuhhändler Zutritt haben. In diesem Ausstellungsraum präsentiere ich den Kunden die kompletten Sioux- und Grashopper-Kollektionen. Ein persönlicher Termin vor Ort bei den Kunden ist während der dreimonatigen Orderphase nur zum Teil realisierbar. Mein Einzugsgebiet umfasst rund 34.112 Quadratkilometer. Durch die große räumliche Distanz zwischen den Kunden ist der Besuch nicht bei jedem der 170 Kunden persönlich möglich. Zudem bietet der Showroom die Möglichkeit der optimalen Präsentation der Schuhe und einer guten Vorbereitungsmöglichkeit für mich. Hier ist man für die Kunden sozusagen das Gesicht der Marke. Verkaufs- und Beratungsgespräche sowie Verhandlungen sind ein großer Teil meines Tagesgeschäfts.


Heute hier morgen dort.

Im Laufe eines Jahres lege ich rund 57.000 Kilometer mit dem Auto zurück. Der Job als Vertriebsmitarbeiter spart mir zudem den Gang ins Fitness-Studio.

Koffer packen, Koffer tragen, Koffer ins Auto laden, Koffer ausladen, Fußmarsch zum Kunden, Koffer auspacken, Koffer wieder einpacken. Es wäre wirklich interessant zu zählen, wie oft ich einen einzelnen Schuh der Kollektion innerhalb von sechs Monaten anfasse. Es gibt Kunden, bei denen ich das Auto einen Kilometer entfernt parke und dann alle Koffer einzeln in die Präsentationsräume trage. Insgesamt 16 Koffer passen in mein Auto. Ein Koffer wiegt durchschnittlich rund 15 Kilo. Das bedeutet, für einen einzelnen Kunden bewege ich rund eine halbe Tonne.


Dem Trend voraus

Während Sie vermutlich aktuell über den Einkauf neuer Sommermode nachdenken, bin ich saisonal bereits deutlich weiter. Im Moment präsentiere ich die neue Kollektion für den Winter 2018. Ich weiß, aktuell will niemand an den Winter denken, doch durch die Produktionsvorlaufzeiten und die zahlreichen Vorbereitungen vor dem Start der jeweils neuen Saison, erkläre ich bereits zum jetzigen Zeitpunkt die Vorteile von warmen Lammfellstiefeln, profilierten Sohlen und wasserfesten Leder-Boots.


Vertriebsmitarbeiter = Experte für neue Trends und optimale Outfits

Nur wer vom Fach ist, kann auch überzeugen. Man muss also die Bereitschaft haben, sich immer wieder neu auf die Kollektionen einzustellen und gezielt Styles im Fachhandel zu platzieren.  Zusätzlich bin ich Ansprechpartner für die Kollektions-Teams aus Walheim, die die neuen Schuhe designen und entwickeln. Denn durch meinen direkten Kontakt mit den Kunden und dem Verkaufspersonal, weiß ich genau wo der Schuh drückt und was sich die Kunden wünschen.

 

Das Auge kauft mit

Die ansprechende Präsentation der Marke ist ausschlaggebend für eine erfolgreiche Abverkaufsquote (verkaufte Schuhe/bestellte Schuhe*100). Daher bieten wir saisonaktuelle Imageaufsteller und Markendisplays. Für die Grashopper-Präsentation verwenden wir beispielsweise hochwertige Rasenflächen, damit die Schuhe besonders gut zur Geltung kommen. Hierbei ist es immer wichtig, dass nicht nur die Schuhe, sondern auch das Drumherum passend zu den Schuhen und zur Marke gestaltet ist.


Was ich an meinem Job liebe

Doch der Verkauf ist nur ein Teil der Aufgaben im Außendienst. Die Termine müssen akribisch vorbereitet und lange im Vorfeld detailliert geplant werden. Es spielt also nicht nur eine Rolle, WAS verkauft wird, sondern auch an WEN. Hierfür ist wichtig, dass man die Fachhandelsgeschäfte kennt und regelmäßig vor Ort präsent ist. Eine individuelle Strategie für jeden einzelnen Kunden ist das A und O. So bin ich mehr Berater als nur Verkäufer, denn kein Kunde ist wie der andere. Der Kunde spürt, wenn man sich über Ziele und Marktposition des Händlers informiert hat. Und wenn sich das Konzept am Ende auszahlt, ist das Erfolgserlebnis vorprogrammiert. Genau hier liegt für mich die Spannung und der Reiz meines Jobs. Ich brenne förmlich darauf, die Herausforderung immer wieder anzunehmen und Sioux bietet mir dafür den perfekten Background.

Haben Sie weitere Fragen zu meinen Aufgaben? Dann wenden Sie sich einfach an meine Kollegen in Walheim, diese werden Ihre Fragen umgehend an mich weiterleiten. :)

Liebe Grüße aus dem Großraum Köln
Euer Sven


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