Das Comeback des Grashoppers

Drei sind ein Trend. Wenn diese saloppe Regel von Trendsettern wirklich gilt, dann ist der Grashopper, der ikonische Schuh von Sioux, so etwas von „wieder da“. Denn wenn man derzeit an den Hotspots von Hamburg, Berlin oder München auf die Füße der Hippster schaut, sieht man diesen Mokassin mittlerweile genauso häufig wie Tannenzäpfle Bier und Bio-Limonade.

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Das wundert natürlich überhaupt nicht. Schließlich wurde der Grashopper in den Sechzigern erfunden, angelehnt an die Mokassins der Indianerstämme. Eine Dekade also, die bis heute für viele von uns als inspirierend angesehen wird. Schnell wurde er zum It-Item der Generation Woodstock. Demonstrationen und Revolten in den Hörsälen wurden damals in einem Grashopper erledigt. Genauso diese Haltung, dieser lässige Lifestyle, ist derzeit wieder angesagt. Individualität kombiniert mit Meinung – das ist heute genauso wichtig. Und diese Lust auf das Eigene kann natürlich mit einem Schuh, den es in unglaublich vielen Varianten zu kaufen gibt, interpretiert werden. Außerdem passt der Style des Grashoppers zur lässig hochgekrempelten Jeans und dem Vintage-T-Shirt. Die Hippster mit den Acht-Tage-Bärten schätzen ihn genauso wie die junge Mutter, die sich auch gleich mit Schuhen für den süßen Nachwuchs ausstattet. Basisdemokratischer geht es eigentlich gar nicht. Drei sind ein Trend? Diese Prüfung schafft der Grashopper ziemlich locker.