Warum gibt es unterschiedliche Schuhweiten? Was bedeutet F,G, H oder K?

Ähnlich wie Schuhlängen genormt sind (französische Strichgröße oder englisches Zoll) sind es die Schuhweiten. Diese wurden zur besseren Unterscheidung von der Schuhgröße nicht in Zahlen, sondern in Buchstaben festgelegt. Übliche Schuhweiten gehen von E (sehr schmal) bis M (sehr weit). Tatsächlich haben die meisten Damen die Weite F, gefolgt von G und H. Bei den Herren ist es die Weite G, gefolgt von H und K. Folglich haben wir bei Damenschuhen und Herrenschuhen jeweils diese drei häufigsten Schuhweiten in unserem Angebot. Die Weite G ist sozusagen die Standardweite. Man spricht daher bei den größeren Weiten (H, K, M) von Mehrweiten oder Extraweiten, manche Schuhhändler bezeichnen sie auch als Komfortweiten oder Bequemweiten.


Woran erkennt man diese bei Sioux?


Wir prägen in die Decksohle unserer Schuhe neben dem Buchstaben der Schuhweite zur besseren Veranschauung auch noch den Hinweis „Extraweit“ und die Begriffe XL (H) , XXL (K) oder XXXL (M). Die Schuhweite ist bei Sioux zusätzlich auf jeden Schuhkarton aufgedruckt, steht im Schuh in der Decksohle und ist zusätzlich in unserem Online-Shop unterhalb des Detailbildes bei den bei Produktinformation ersichtlich. Die Weitensysteme sind für Herren- und Damenschuhe übrigens unterschiedlich. Ein Herrenschuh in Weite G unterscheidet sich also vom Damenschuh der Weite G.

Noch ein paar interessante Informationen zum Thema Fußformen: Insbesondere die Weite der Füße stellt ein demographisches Merkmal dar, das in autochtonen Gesellschaften recht homogen vorkommt und über Generationen stabil bleibt. Chinesische, lateinamerikanische oder afrikanische Standardfüße unterscheiden sich beispielsweise stark von denen in Kontinentaleuropa. Das ist übrigens auch der Grund, warum viele deutsche (bzw. kontinentaleuropäische) Schuhhersteller sehr erfolgreich in die USA exportieren: In der Zeit zwischen 1850 und 1945 sind über 50 Millionen Europäer in die Vereinigte Staaten ausgewandert. Die Nachfahren dieser Auswanderer haben heute noch ähnliche Fußformen wie ihre Urahnen, daher passen dort ganz besonders gut deutsche bzw. kontinentaleuropäische Passformen.

Eine Ausnahme von der Regel bildet übrigens unser Grashopper, der ein echtes Passformwunder ist und durch seine spezifische Schnürung von schmal bis weit besonders gut passt. Er ist in vielen Teilen der Welt, quer über demographische Gruppen hinweg, zum Standardschuh geworden. So zum Beispiel in Südafrika. Südafrika ist ein Vielvölkerstaat. Unser Grashopper ist dort in vielen Schulen Schuluniformschuh. Aufgrund seiner sehr flexibeln und überragenden Passform, in dem sich alle Menschen und Bevölkerungsgruppen wohl fühlen. Das freut uns natürlich ganz besonders.


Was kann man dagegen tun, dass die Füße immer weiter werden?

Wie hier beschrieben, ist die Erhöhung der Fußweite im Alter ein relativ natürlicher Prozess. Es gibt aber Möglichkeiten der Propylaxe oder der Therapie. Wir betonen an der Stelle nochmals, wie wichtig Bewegung, insbesondere Tragepausen und Barfußgehen sind. Von zentraler Bedeutung ist, dass Sie Ihre Fußmuskulatur regelmäßig trainieren und der Degeneration entgegenwirken.

Was die Schuhauswahl anlangt, so ist unser wichtigster Hinweis, dass man Schuhe nur passend kaufen sollte, nicht zu weit und nicht zu schmal geschnitten. Ferner sollte man unbedingt darauf achten, dass der Schuh flexibel ist, d.h. sich die Sohle durchbiegen läßt, wenn man Schuhspitze und Schuhhinterteil aufeinander zubewegt. Viele Menschen verwechseln Weichheit im Schuh mit seiner Flexibilität. Viele Hersteller kaschieren eine mangelnde Flexibilität des Schuhs durch Weichpolsterung im Schuh. Wir können vor zu weich gepolsterten Schuhen nur warnen. Ein Schuh muss flexibel und weich sein und innen ausreichend gepolstert, gleichzeitig muss er aber Halt geben und Mann oder Frau gut durch den Tag tragen. Das heißt die Sohle muss ausreichend Rückstellkraft entfalten. Ferner sollte man darauf achten, dass der Schuh eine Gelenkstütze hat. Im Zweifel sollten Sie im Handel direkt nachfragen, denn ansonsten werden Sie das erst danach feststellen: Am Tragekomfort und gegebenenfalls in der Sicherheitskontrolle am Check-in. Wenn Ihr Schuh einen „Pieps“ auslöst, so liegt das immer an den Gelenkstützen, die zumeist aus Metall (bei Sioux immer aus Bandstahl) hergestellt sind.

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