Spreizfuß

Spreizfuß – Beschreibung

Beim Spreizfuß ist das Quergewölbe im Vorderteil des Fußes abgesunken. Dadurch stehen die Mittelfuß- und Zehenwurzelknochen zu weit auseinander, sie stehen nicht parallel zueinander, sondern sind nach außen abgespreizt. Die Fußmuskulatur ist geschwächt. Die Füße knicken darüber hinaus mit der Zeit zur Seite ab. Der Vorderfuß verbreitert sich dadurch deutlich. Der Fuß bekommt vorne eine Mehrweite gegenüber dem gesunden Fuß. Sie bemerken dies einerseits durch Schmerzen bei Belastung (der Schmerz lässt in Ruhestellung nach) und dass die bisherig getragenen Schuhe im Vorderfußbereich „drücken“. Diese Fehlhaltung wirkt sich in ausgeprägten Fällen auf Ihren gesamten Gang aus, kann daher Folgeleiden verursachen, wie Knieschmerzen bzw. Knie-Arthrose.


Spreizfuß – Ursache

Ein Spreizfuß ist in den seltensten Fällen angeboren. Zumeist entsteht er durch jahrelange oder jahrzehntelange ungünstige Fußbelastung. Anders als der Plattfuß oder Senkfuß ist nicht Bewegungsarmut die Ursache, sondern zumeist ungeeignetes Schuhwerk. Vor allen Dingen Schuhe mit hohen Absätzen (High Heels, Pumps, Stilettos, Wedges, Schuhe mit Keilabsatz). In hockhackigen Schuhen ist die Belastung des Vorfußes fünffach (siehe hier). Hinzukommt eine genetische Prädisposition bei Frauen: Ihr Bindegewebe und ihre Sehnen sind im Vergleich zu Männern schwächer ausgebildet. Daher kommen Spreizfüße sehr viel häufiger bei Frauen als bei Männern vor. Oft rollen Menschen mit Spreizfuß den Fuß nicht, wie es richtigerweise wäre, über den großen Zehen ab (richtig wäre: „Abstoßen“), sondern über die Außenkante des Fußes. Der Grund für dieses „falsche Abrollen“ liegt oft in falschem bzw. nicht passendem Schuhwerk. Sind Schuhe zu hart, zu eng und zu unflexibel, so ist die Bewegungsfreiheit des Fußes stark eingeschränkt. Das natürliche Abrollen kann sich nicht entfalten. Aufgrund dessen bildet sich die Fußmuskulatur, die normalerweise für die Abrollbewegung geschaffen ist, immer weiter zurück. Der Träger oder die Trägerin kompensiert dies durch das „falsche Abrollen“ über die Fußaußenseite, wodurch die Fußmuskulatur immer weiter geschwächt wird. Ein Teufelskreis.

Spreizfuß – Prophylaxe

Die beste Vorsorge gegen einen Spreizfuß liegt darin, so wenig High Heels wie möglich zu tragen und anstelle dessen auf gesundes und bequemes Schuhwerk zurückzugreifen, das die Abrollbewegung des Fußes unterstützt. Bequemes Schuhwerk muss ja nicht unmodisch sein. Ganz im Gegenteil. Dies beweisen wir bei Sioux in unseren Kollektionen. Wichtig ist auf jeden Fall, dass die Sohle flexibel ist. Darauf sollten Sie wirklich achten. Viele Menschen verwechseln die Weichheit im Schuh mit der Flexibilität der Sohle. Die Flexibilität der Sohle kann man dadurch überprüfen, indem man den Schuh in die Hand nimmt und Schuhspitze und Schuhferse aufeinander zubewegt. Lassen sich Schuhspitze und Schuhferse im vorderen Teil des Schuhs aufeinander zubewegen und ergibt sich ein U oder ein V (lässt sich also die Schuhspitze bis auf Höhe des vorderen Teils der Schnürung bewegen, so ist der Schuh vorbildlich flexibel. Wir wollen nur nebenbei erwähnen, dass dies bei den meisten Sioux-Schuhen von Hause aus der Fall ist. Ausnahmen bilden bei Sioux wenige spezielle Macharten, bei denen dies konstruktiv nicht möglich ist (wie z.B. Herren-Business-Schuhe mit durchgehender Echtledersohle). Insbesondere unsere Mokassins, unsere Grashopper und natürlich unsere Sneaker bestehen übrigens alle diesen „Biegetest“ mit großer Leichtigkeit. Wir sprechen über 70 bis 80% unserer Kollektionen. Überdies haben die meisten unserer Schuhe ein loses Fußbett, so dass man dieses entnehmen und problemlos mit eigenen Einlagen ersetzen kann.

 

Spreizfuß – Therapie

Ein ausgeprägter Spreizfuß lässt sich nicht leicht in Form bringen. Eine gute therapeutische Grundlage gegen einen Spreizfuß bieten Einlegesohlen, die Ihnen ein Orthopäde verschreibt und der Sanitätsfachhandel herstellt. Eine Einlegesohle behandelt aber nur die Symptome. Ein Spreizfuß wird sich alleine aufgrund von Einlagen also nicht zurückentwickeln. Dazu benötigt es gezielte pyhsiotherapeutische Übungen, unter anderem aus der sogenannten Spiraltherapie. Suchen Sie unter diesem Stichwort einmal bei Youtube passende Lektionen. Sie werden verblüfft sein: Die Übungen sind allesamt nicht schwer.

Was Sie auf jeden Fall kaufen sollten, sind im Falle eines Spreizfußes Schuhe mit Bequemweite bzw. Mehrweite. Sioux hat verschiedene Schuhweiten im Angebot. Schuhweiten bestimmen sich übrigens nach dem Alphabet. F ist die schmalste Weite, H oder K die weiteste Weite. Oft sind Schuhe der Weite H für Menschen mit Spreizfuß ein Muss.

Keine Angst: Auch Schuhe in Mehrweite sehen bei Sioux heutzutage modisch adrett und attraktiv aus. Wir haben als Schuhhersteller mit jahrzehntelanger Erfahrung auch ein paar optische Möglichkeiten, einen weiten Schuh nicht so breit aussehen zu lassen, obgleich er 100% passt.


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