Das Wichtigste: Richtig gehen lernen. Und viel bewegen.

„Richtig gehen lernen.“ Sie werden schmunzeln und sich vielleicht sagen: Das kann doch jedes Kind. Und das stimmt. Als Kind haben wir das eigentlich gelernt. Aber über die zusammengenommen vielen Stunden, Wochen, Monate und Jahre im Sitzen haben wir das gesunde Gehen genauso wieder verlernt: Viele Menschen laufen nicht richtig aufrecht. Man kann es an nach vorne herunterhängenden Schultern, einer geneigten Kopfhaltung bzw. am Rundrücken erkennen. Die Füße werden auch nicht richtig voreinander gesetzt, sondern der Gang ist eher schlurfend, die Füße werden nach vorne gezogen, statt sie sauber aufzusetzen und abzurollen. Zu allem Überfluß drehen viele Menschen beim Laufen die Füße nach innen oder nach außen. Dies ist eine Folge dessen, dass wir alle viel zu viel sitzen und uns zu wenig bewegen.


Versuchen Sie immer, Ihren Körper aufrecht zu halten. – Ein inneres Bild hilft dabei.

Und so sähe der richtige Gang aus orthopädischer Sicht aus: Mann oder Frau geht bewusst, ein wenig federnd, immer aufrecht, mit aufrechtem Kopf, den Blick frei nach vorne gerichtet. Dabei wird der Brustkorb nach vorne gestreckt und die Schulterblätter sitzen eng beieinander. Das ist gar nicht so schwer. Ein inneres Bild hilft: Stellen Sie sich einfach vor, Sie seien am höchsten Punkt Ihres Kopfes an einem Gummiband aufgehängt, das sie immer wieder nach oben zieht. Die richtige Haltung ist entscheidend für gesundes Gehen. Hinzukommt das richtige Abrollen. Es erfolgt von der Ferse über den Rist bis zum großen Zehen. Achten Sie darauf, dass am Ende der Abrollbewegung Ihr großer Zeh als letzter Teil den Boden berührt. Biomechanisch ist der letzte Teil der Abrollbewegung eigentlich sogar eine Abstoßbewegung.


Bewegen Sie sich so viel wie möglich. Es ist die beste Medizin und wirkmächstigste Prophylaxe.

Der zweite Aspekt ist: Wir alle bewegen uns viel zu wenig. Bewegung ist lebensnotwendig und lebensverlängernd. Das Robert Koch Institut empfiehlt in seiner DEGS-Studie (Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland) mindestens 10.000 Schritte am Tag. Die meisten von uns kommen nur auf die Hälfte. Menschen mit sitzender Tätigkeit im Büro, die in ihrer Freizeit keiner sportlichen Betägigung nachgehen und mit dem Auto zur Arbeitsstätte fahren, kommen sogar nur auf erschreckende 1.000 bis 2.000 Schritte am Tag.


Wir fassen zusammen: Richtiges Gehen ist eigentlich nicht schwierig und JEDER Schritt zählt.

 

Ein App oder ein Fitnessarmband als kleines Helferlein auf dem Weg zu mehr Gesundheit

Sie wissen nicht, wie viele Schritte Sie pro Tag gehen? Inzwischen gibt es für viele Handys hilfreiche kostenlose Apps oder kleine Fitnessarmbänder (die schon ab 20€ erhältlich sind), von denen Sie eine sehr präzise Auskunft erhalten. Probieren Sie es doch einfach aus. Sie werden sehen: Wenn Sie sich jeden Tag die genaue Zahl Ihrer Schritte vor Augen führen, wächst das Bewusstsein und der Wunsch, sich mehr zu bewegen. Und oft sind es minimale Verhaltensänderungen, die eine große Wirkung haben können: Treppe statt Aufzug, mit dem Fahrrad statt mit dem Auto ins Büro, zu Fuß zum Bäcker, ein morgentlicher kurzer Spaziergang (vielleicht sogar Tautreten barfuß in einer Wiese am Morgen).

Von viel Bewegung haben Sie neben den beschriebenen Vorteilen für Ihren Fuß- und Gehapparat gleich zwei weitere Vorteile: Bewegung ist die beste Diät und sie ist die beste Krankheitsprophylaxe, da unter anderem dabei auch Ihr Immunsystem gestärkt wird. Dass im gesunden Körper auch ein gesunder Geist ruht, das wussten schon die Römer vor 2.000 Jahren (mens sana in copore sano), aber das wollen wir an der Stelle nur nebenher erwähnen.

Nochmals zurück zu uns: Wir bei Sioux sind zwar „nur“ ein Schuhhersteller, aber einer mit über 6 Jahrzehnten Erfahrung rund um das Thema gesunde Füße und gesundes Gehen. Und es würde uns von Herzen freuen, wenn wir mit unseren Texten Ihnen einen kleinen Beitrag und wertvollen Impuls zu diesem Thema geben können. Artikel in unserem Beitrag stellen keinen Rat zur Selbstdiagnose dar und ersetzen auf keinen Fall eine Arztdiagnose.

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