DER TASSELLOAFER

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Der Tasselloafer erfährt sehr unterschiedlichen Zuspruch. In Deutschland beispielsweise schrecken die Männer wegen seiner verspielten „Bommeln“ vom Kauf zurück. In Nordamerika hingegen ist er weit verbreitet und beliebt. Manche Männer mögen den Tasselloafer nicht, weil die Troddeln dazu tendieren, sich im Hosenbeinsaum verfangen. Wer hingegen von den Tasseln gar nicht genug bekommen kann, findet bei Edward Green zwei Derbymodelle mit Schnürsenkeln dieses Typs.

Das Modell entstand Ende der vierziger Jahre im 20. Jahrhundert auf Wunsch des amerikanischen Schauspielers Paul Lucas. Dieser ließ sich Schuhe nach seiner Idee fertigen, deren Schnürsenkel in einem Tunnel um den Einstieg herum verliefen und in Tasseln endeten. Als die Schuhe geliefert wurden, war Lucas jedoch mit deren Passform unzufrieden und schickte je einen Schuh an damals bekannte Schuhmacher zur Verbesserung. Unabhängig voneinander sandten diese die Schuhe zur Alden Shoe Company mit der Bitte, ein Design mit verbesserter Passform zu entwerfen. Alden tat dies und erreichte eine so gute Passform, dass der Schuh aufgrund eines veränderten Schnitts und einer besseren Leistenform auch ohne zusätzliche Schnürung fest am Fuß saß. Der Schnürriemen mit den Tasseln am Ende hatte nur noch eine dekorative Funktion.

1950 entschloss sich die Firmadas Modell in Serie zu produzieren und 1957 nahm das renommierte Modehaus Brooks Brothers den Schuh mit ins Sortiment. Bis heute haben die für Brooks Brothers produzierten Alden Tasselloafer ein exklusives Design: ein so genanntes „foxing“, eine dekorative Stickerei auf der Hinterkappe. Inzwischen werden Tasselloafer von allen bekannten Herstellern produziert. Und bei all diesen Modellen sind die Schuhriemen mit den auffälligen Enden keine Schnürfunktion mehr, sind also reine Ziersenkel.

Charakter: Der Tasselloafer lässt sich schwer einordnen. In den Ländern, wo er verbreitet ist, allen voran die USA, gilt er als vollwertiger Businessschuh. Dort ist er geradezu zu einem Symbol des klassischen amerikanischen Stils geworden. In anderen Ländern wird er eher mit eleganter Freizeitkleidung kombiniert. Auf jeden Fall eignet sich dieses Schuhmodell in schwarzer Farbe durchaus für die meisten Branchendresscodes. Für Freizeitzwecke macht sich der Schuh sehr gut in einem schokoladenbraunen Rauleder. Das ursprüngliche Modell von Alden war übrigens Bordeauxrot. Allein Alden bietet den Schuh in neun verschiedenen Weiten, drei unterschiedlichen Ledern, acht Farben und auf verschiedenen Leisten gefertigt an.

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