DER DESERT-BOOT

Eine jüngere Erfindung ist der DesertP-Boot, der dem Chukka-Boot optisch ähnlich ist. Im Gegensatz zu diesem ist dieser halbhohe Knöchelstiefel nicht rahmengenäht, sondern mit der Innensohle flexibelgenäht verbunden (Näheres zur Bodenmachart des Flexibelnähens im Kapitel über die Schuhherstellung). Er besitzt kein Schaftfutter und nur eine simple Fersen- und Vorderkappenversteifung, bestehend aus einem mit Kautschuk aufgeklebtem Vlies. Der Schaft besteht aus nur zwei Teilen und hat einen vom Chukka-Boot etwas abweichenden, optisch eher einem Spitzderby ähnlichen, Schnitt. Seine kostengünstigere Machart sorgte für einen attraktiven Preis und viele Käufer. Dieses einfache, auf das absolut notwendige reduzierte Design, verbunden mit dem weichen Obermaterial und der biegefreudigen Sohle (Kautschuk-Zwischensohle plus Krepplaufsohle für bessere Haltbarkeit) traf den Zeitgeschmack der sechziger und siebziger Jahre, als dieser Schuh seinen Siegeszug durch Europa antrat und zum Statussymbol einer Generation wurde, die mit verknöcherten Strukturen brach. Bis heute sind weit über zehn Millionen Paar dieses Modells verkauft worden. Wichtig für Langzeitnutzer: Clarks DesertP-Boots sind einfach zu reparieren.
Charakter: Die Beliebtheit dieses leichten Schönwetterschuhs geht durch alles Alters- und Besitzklassen. Aufgrund seines unspektakulären Designs passt der DesertP-Boot zu nahezu jeder Art von sommerlicher Freizeitkleidung. Der Schuh gibt dem Fuß wenig Halt. Ein Umstand der von Menschen mit Fußproblemen bedacht werden sollte. Die weiche Sohle macht Unebenheiten des Untergrundes spürbar, weshalb dieser Schuh mehr ein Citymodell ist. Clarks bietet den Schuh in sandfarben (wie das ursprüngliche Modell), dunkelbraun und schwarz an. Saisonal kommen wechselnde Farben hinzu. Darüber hinaus gibt es eine auf 2.000 Paar begrenzte „limited Edition“ in speziellen Farben und aus den Schuh seines Charakters beraubenden Glattleder.
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