DER LOAFER UND SEINE BESONDERHEITEN

Loafer und Mokassin, also Halbschuhe ohne Schnürung, werden in der Regel eine halbe bis eine Größe kleiner gekauft als Schnürschuhe, so dass sie über dem Spann anfangs sehr stramm sitzen. Das gilt insbesondere für weit ausgeschnittene Schlupfschuhe, wie zum Beispiel den Opernpumps. Diese Schuhe müssen so stramm sitzen (im Maschinenbau würde man wohl von Presspassung sprechen), um in ihnen Laufen zu können. In den ersten Tagen des Tragens dehnt sich das Leder noch ein wenig und der Schuh passt ideal, wenn er dann erst eingelaufen ist. Wenn Sie mit Loafern bislang keine Erfahrung haben und unsicher sind, ob der Loafer bei der Anprobe nicht vielleicht doch zu eng über dem Rist sitzt, bedenken Sie Folgendes: Ist der Schuh später zu weit, wird der Schuster Ihnen nicht immer helfen können ihn enger zu bekommen. Ein zu enger Loafer kann hingegen passend gemacht werden. Im Zweifel ist daher der engere Mokassin oder Loafer zu wählen.
Der Einstiegbereich eines Loafers sollte im direkten Vergleich mit einem Schnürschuh sehr schmal ausfallen. Sorgfältige Hersteller wie beispielsweise John Lobb nähen in den oberen Rand der Seitenteile einen schmalen, nicht dehnbaren Verstärkungsstreifen ein, um diese Form auch noch nach Jahren garantieren zu können.
Wenn Sie einen Loafer kaufen, achten Sie auch auf den Stand des von Ihnen gewünschten Modells. Bei richtig konstruierten Loafern zeigt die hintere Kante der Unterfläche des Absatzes solange der Schuh unbelastet ist leicht nach oben. Sobald Sie in den Schuh hineinschlüpfen und Ihr Gewicht auf die Bodenkonstruktion einwirkt, ist dieser kleine Hochstand des Absatzes verschwunden.
Der Vorteil liegt nun darin, dass hierdurch der Einstieg rechts und links unterhalb Ihrer Fußknöchel satt anliegt. Das oftmals zu sehende unschöne Aufklaffen des Einstiegs beim Gehen wird dadurch verhindert.
Einige Hersteller bieten, verdeckt vom Blatteinsatz, ein elastisches Band über dem Rist. Dieses hält die beiden Quartierteile im Bereich des Spanns elastisch zusammen. Eine solche Konstruktion erspart Ihnen den strammen Sitz der Schuhe in der Einlaufphase und erleichtert den Einstieg, der ansonsten recht beengt und stramm ist (und auch so bleibt). Gut für Männer mit sensiblem Fußrücken.
Ferner verhindert dieses Band ein Aufklaffen der Seitenteile, wie es oben beschrieben ist. Im Laufe der Zeit ist bei diesen Bändern nur ein langsames Ausleiern zu monieren. Dann sollte der Schuhmacher ein neues Band einsetzen.
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