Schuhe richtig an- und ausziehen
Schuhe richtig an- und auszuziehen klingt selbstverständlich. Bei hochwertigen Lederschuhen kommt es jedoch auf einige kleine Handgriffe an. Wer Schnürung, Hinterkappe und Schaft sorgfältig behandelt, kann unnötige Materialbelastungen vermeiden, die ursprüngliche Passform bewahren und dazu beitragen, dass die Schuhe lange gepflegt aussehen.
Warum sollten Schuhe vor dem Ausziehen geöffnet werden?
Nach einem langen Tag sollen die Schuhe häufig möglichst schnell von den Füßen. Werden fest geschnürte Schuhe einfach abgestreift, wirken jedoch starke Zug- und Druckkräfte auf das Oberleder, die Nähte und den hinteren Bereich des Schuhs.
Besonders ungünstig ist es, mit dem Absatz des einen Schuhs auf die Ferse des anderen zu treten und den Fuß auf diese Weise herauszuziehen. Dabei können die Hinterkappe, der Absatz und das Obermaterial beschädigt werden. Auch Verschmutzungen und Kratzer lassen sich auf diese Weise kaum vermeiden.
Hinzu kommt: Während des Tragens wird Leder durch Körperwärme und Feuchtigkeit etwas geschmeidiger. Dadurch lässt sich ein geschlossener Schuh mitunter noch abstreifen. Nach dem Abkühlen ist der Einstieg jedoch deutlich schwieriger. Spätestens vor dem nächsten Anziehen muss die Schnürung deshalb ohnehin wieder gelockert werden.
Wie zieht man Schnürschuhe richtig aus?
Öffnen Sie zunächst den Knoten vollständig. Lockern Sie anschließend die Schnürsenkel nicht nur am oberen Ende, sondern über mehrere Ösen hinweg. Die beiden Schnürteile sollten sich so weit voneinander entfernen lassen, dass der Fuß ohne Widerstand aus dem Schuh gleiten kann.
Halten Sie den Schuh dabei mit einer Hand an der stabilen Hinterkappe fest. Ziehen Sie den Fuß langsam heraus, ohne das Leder nach unten zu drücken oder am Schaft zu zerren.
Diese Vorgehensweise benötigt nur wenige Sekunden, schont den Schuh aber deutlich. Gleichzeitig bleibt die Schnürung ausreichend geöffnet, sodass der nächste Einstieg leichter fällt.
Warum sollte man einen Schuhanzieher verwenden?
Ein Schuhanzieher, häufig auch Schuhlöffel genannt, führt die Ferse kontrolliert in den Schuh. Dadurch wird verhindert, dass die Hinterkappe beim Einstieg nach innen geknickt oder mit dem Fuß heruntergedrückt wird.
Die Hinterkappe gibt dem Fuß Halt und unterstützt die Form des Schuhs. Wird sie regelmäßig umgeknickt, kann sie an Stabilität verlieren. Auch sichtbare Falten, Druckstellen oder ein ausgeleierter Schaftrand können die Folge sein.
Setzen Sie den Schuhanzieher senkrecht zwischen Ferse und Schuh ein. Lassen Sie den Fuß langsam hineingleiten und ziehen Sie den Schuhanzieher anschließend nach oben heraus. Erst danach wird der Schuh gleichmäßig geschnürt.
Ein langer Schuhanzieher erleichtert das Anziehen zusätzlich, weil Sie sich weniger weit nach unten beugen müssen.
Wie schützt man die Ferse und die Passform?
Achten Sie darauf, dass der Schuh vor jedem Anziehen weit genug geöffnet ist. Der Fuß sollte ohne starken Druck in den Schuh gelangen. Ziehen Sie die Schnürsenkel anschließend von unten nach oben gleichmäßig an. Die Schnürung soll sicheren Halt geben, den Fuß aber nicht einengen.
Passt ein Schuh nur mit Kraft oder bleibt die Ferse trotz korrekter Schnürung nicht sicher im Schuh, kann dies auf eine ungeeignete Größe oder Weite hinweisen. Informationen zur passenden Form finden Sie unter Schuhweiten bei Sioux. Auch Herrenschuhe in Komfortweite und bequeme Damenschuhe können bei besonderen Anforderungen an die Passform eine gute Orientierung bieten.
Kleine Handgriffe helfen, Schuhe zu schonen
Zur sorgfältigen Behandlung gehört mehr als die regelmäßige Pflege des Oberleders. Auch das tägliche An- und Ausziehen beeinflusst, wie lange ein Schuh seine Form behält.
Öffnen Sie Schnürschuhe vollständig, verwenden Sie einen Schuhanzieher und vermeiden Sie es, Schuhe mit dem jeweils anderen Fuß abzustreifen. Nach dem Tragen kann ein passender Schuhspanner dabei helfen, das Leder beim Trocknen in Form zu halten. Ergänzend unterstützen eine materialgerechte Reinigung und Schuhpflege die Langlebigkeit Ihrer Sioux-Schuhe.