Michael Ballhaus & der Sioux Grashopper-Spot von 1967

Michael Ballhaus & der Sioux Grashopper-Spot von 1967

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Was haben der Sioux Grashopper, Hollywood und einer der bekanntesten deutschen Kameramänner gemeinsam? Die Antwort führt zurück ins Jahr 1967.

Nur wenige Jahre nachdem der Grashopper bei Sioux entstanden war, wurde der Schuh zum Hauptdarsteller eines außergewöhnlichen Werbespots. Hinter der Kamera stand Michael Ballhaus – damals noch am Anfang einer Karriere, die ihn später bis nach Hollywood führen sollte.

Für Sioux ist der Film deshalb heute weit mehr als historische Werbung. Er ist ein kleines Stück Film- und Markengeschichte.

1967: Der Grashopper kommt vor die Kamera

Der Grashopper wurde 1964 bei Sioux entwickelt und entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit zu einem der prägendsten Modelle der Unternehmensgeschichte.

Schon drei Jahre später bekam der außergewöhnliche Mokassin seinen eigenen Fernsehauftritt. Gemeinsam mit der Münchner Insel-Film realisierte Michael Ballhaus 1967 einen Werbefilm für Sioux.

Der Spot wirkt auch aus heutiger Sicht ungewöhnlich. Er spielt mit den damaligen Vorstellungen von Mode und Geschlechterrollen und verbindet Realfilm mit für die Zeit außergewöhnlichen Animationselementen.

Im Mittelpunkt steht dabei natürlich der Grashopper.

Mehr über die Geschichte und die besondere Konstruktion des Schuhs erfahren Sie unter [Grashopper].

Ein junger Michael Ballhaus hinter der Kamera

Als Michael Ballhaus den Sioux Werbespot drehte, lag der größte Teil seiner Karriere noch vor ihm.

In den folgenden Jahrzehnten entwickelte er sich zu einem international gefragten Kameramann. In Deutschland arbeitete er intensiv mit Regisseur Rainer Werner Fassbinder zusammen, bevor ihn seine Karriere in die USA führte.

Besonders bekannt wurde seine Zusammenarbeit mit Martin Scorsese. Ballhaus war unter anderem an Filmen wie „GoodFellas“, „Gangs of New York“, „Die Farbe des Geldes“ und „Departed – Unter Feinden“ beteiligt.

Für seine Kameraarbeit wurde er insgesamt dreimal für einen Oscar nominiert.

Dass Ballhaus bereits in seiner frühen Schaffensphase für Sioux hinter der Kamera stand, macht den Grashopper-Spot heute zu einem ganz besonderen Dokument unserer Geschichte.

Werbung, die heute Zeitgeschichte ist

Werbung ist normalerweise für den Moment gemacht. Produkte ändern sich, Kampagnen verschwinden und neue Bilder treten an ihre Stelle.

Manche Aufnahmen gewinnen mit den Jahren jedoch eine ganz andere Bedeutung.

Der Grashopper-Spot von 1967 zeigt nicht nur einen Sioux Schuh. Er vermittelt auch ein Stück Zeitgefühl der späten 1960er-Jahre: Bildsprache, Mode, Rollenbilder und die technischen Möglichkeiten der damaligen Werbung.

Und gleichzeitig steht hinter der Kamera ein Mann, der Jahre später einige der bekanntesten Bilder der internationalen Filmgeschichte schaffen sollte.

Genau diese Verbindung macht den Spot heute so sehenswert.

Der Grashopper war selbst noch jung

Auch der Hauptdarsteller des Films hatte 1967 seine große Geschichte noch vor sich.

Sioux hatte den Grashopper erst drei Jahre zuvor auf den Markt gebracht. Seine Kombination aus Mokassinkonstruktion, markanter Form und echter Naturkreppsohle unterschied ihn deutlich von vielen klassischen Schuhen seiner Zeit.

Der Grashopper entwickelte sich zu einem großen Erfolg für Sioux und wurde im Laufe der Jahrzehnte vielfach interpretiert und zum Vorbild ähnlicher Schuhkonzepte.

Bis heute gehört er zu den Modellen, die besonders eng mit dem Namen Sioux verbunden sind.

Wie der Grashopper entstand und was das Original auszeichnet, erfahren Sie unter [Grashopper Original] und in unserer [Sioux Geschichte].

Zwei Karrieren, die 1967 aufeinandertrafen

Aus heutiger Perspektive hat der alte Werbefilm einen besonderen Reiz.

Auf der einen Seite steht ein Grashopper, der damals erst am Anfang seiner Geschichte war. Auf der anderen Seite Michael Ballhaus, dessen internationale Karriere ebenfalls noch vor ihm lag.

1967 trafen damit ein späterer Sioux Klassiker und ein späterer Weltklasse-Kameramann für einen kurzen Werbefilm aufeinander.

Dass diese Aufnahmen erhalten geblieben sind, gibt uns heute die Möglichkeit, einen ungewöhnlichen Blick zurück in die frühen Jahre des Grashoppers zu werfen.

Und manchmal zeigt sich eben erst Jahrzehnte später, welche Geschichten in einem alten Werbespot stecken.

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