Frau sitzt auf einem hellen Holzboden und zieht einen schwarzen High Heel aus, während der zweite Schuh neben ihr steht.

High Heels und Fußgesundheit: Worauf Sie achten sollten

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High Heels und Fußgesundheit

High Heels verändern nicht nur die Optik eines Schuhs, sondern auch die Stellung und Belastung des Fußes beim Stehen und Gehen. Vor allem der Vorderfuß wird bei hohen Absätzen stärker beansprucht. Das bedeutet jedoch nicht, dass High Heels grundsätzlich „schädlich“ sind. Für die Fußgesundheit bei High Heels spielen vor allem Absatzhöhe, Passform, Schuhform und Tragedauer eine Rolle.

Wie verändern hohe Absätze die Belastung der Füße?

Mit zunehmender Absatzhöhe verlagert sich ein größerer Teil der Belastung in Richtung Vorderfuß. Untersuchungen zur Druckverteilung im Schuh zeigen, dass dadurch insbesondere der Bereich unter den Mittelfußköpfchen stärker beansprucht werden kann.

Gleichzeitig verändert sich die natürliche Stellung des Fußes. Die Ferse steht erhöht, das Sprunggelenk befindet sich in einer anderen Position und auch der Bewegungsablauf beim Gehen passt sich an. Wie stark sich dies bemerkbar macht, hängt nicht allein von der Absatzhöhe ab. Auch die Form des Absatzes, die Sohle und die individuelle Fußform spielen eine Rolle.

Wer hohe Absätze nur gelegentlich trägt und sich darin wohlfühlt, muss deshalb nicht automatisch mit Fußproblemen rechnen. Bei regelmäßigem oder längerem Tragen können hohe Absätze jedoch eine zusätzliche Belastung für Füße und Bewegungsapparat darstellen. Studien zeigen unter anderem Zusammenhänge zwischen häufigem Tragen hoher Absätze, Beschwerden des Bewegungsapparates und Hallux valgus; daraus lässt sich allerdings nicht ableiten, dass High Heels allein diese Beschwerden verursachen.

Nahaufnahme eines Fußes in einem High Heel mit farblich markierten Belastungszonen an Ferse, Mittelfuß und Vorderfuß.

Warum ist die Passform bei High Heels besonders wichtig?

Bei High Heels rutscht der Fuß durch die erhöhte Fersenposition leichter nach vorn. Ist der Schuh zusätzlich zu kurz, zu schmal oder im Zehenbereich stark zugespitzt, kann dort zusätzlicher Druck entstehen.

Die Zehen sollten deshalb ausreichend Platz haben und nicht seitlich oder von oben zusammengedrückt werden. Auch der Fersenbereich sollte sicheren Halt bieten, damit der Fuß beim Gehen nicht ständig im Schuh nach vorn gleitet. Zu enges Schuhwerk steht grundsätzlich mit Druckstellen, Fußschmerzen und verschiedenen Veränderungen im Vorfußbereich in Zusammenhang.

Entscheidend ist dabei immer die individuelle Passform. Weitere Hinweise dazu finden Sie in unserer Beratung zum Thema [Den richtigen Schuh finden].

Welche Rolle spielen Absatzhöhe und Absatzform?

Grundsätzlich gilt: Je höher der Absatz, desto deutlicher verändert sich die Belastungsverteilung im Fuß. Ein niedrigerer Absatz beansprucht den Vorderfuß daher meist weniger stark als ein sehr hoher Absatz.

Auch die Breite des Absatzes beeinflusst das Tragegefühl. Ein breiterer Absatz bietet in der Regel eine größere Aufstandsfläche und kann dadurch mehr Stabilität vermitteln. Besonders bei längeren Wegen oder wenn Sie sich auf hohen, schmalen Absätzen unsicher fühlen, kann ein niedrigerer und breiterer Absatz angenehmer sein.

Das Thema Stabilität gewinnt mit zunehmendem Alter zusätzlich an Bedeutung. Untersuchungen zeigen, dass erhöhte Absätze das Gleichgewicht bei älteren Menschen beeinträchtigen können.

Wie lange sollte man High Heels tragen?

Eine feste Tragedauer, die für jeden Menschen gleichermaßen geeignet ist, gibt es nicht. Entscheidend ist vielmehr, wie hoch die Absätze sind, wie gut die Schuhe passen und wie Ihre Füße darauf reagieren.

Für einen kurzen Anlass kann ein hoher Absatz anders zu beurteilen sein als für einen ganzen Arbeitstag mit viel Stehen und Gehen. Wer High Heels gerne trägt, kann die Belastung reduzieren, indem er zwischen unterschiedlichen Schuhen und Absatzhöhen wechselt und für längere Laufwege bequemeres Schuhwerk wählt.

Druck, Brennen oder Schmerzen im Vorderfuß sind Signale, die Sie nicht dauerhaft ignorieren sollten. Wiederkehrende oder anhaltende Beschwerden sollten fachlich abgeklärt werden.

Was können Sie Ihren Füßen beim Tragen von High Heels Gutes tun?

Schon einige einfache Punkte können dazu beitragen, High Heels angenehmer zu tragen:

  • Passform vor Optik: Der Schuh sollte weder zu kurz noch zu schmal sein.
  • Zehenraum beachten: Besonders stark zugespitzte Formen können den Platz im Vorderfuß einschränken.
  • Absatzhöhe passend wählen: Für längere Wege oder langes Stehen sind niedrigere Absätze meist angenehmer.
  • Auf sicheren Halt achten: Der Fuß sollte nicht bei jedem Schritt nach vorn oder seitlich rutschen.
  • Schuhe wechseln: Unterschiedliche Schuhformen und Absatzhöhen sorgen dafür, dass die Füße nicht dauerhaft auf dieselbe Weise belastet werden.
  • Pausen einplanen: Nach längeren Zeiten auf hohen Absätzen können Bewegung und bequemere Schuhe als Ausgleich angenehm sein.

Bestehen bereits empfindliche Füße oder Veränderungen im Vorfußbereich, verdient die Passform besondere Aufmerksamkeit. Einen allgemeinen Überblick zu unterschiedlichen Beschwerden und Besonderheiten finden Sie unter [Fußprobleme bei Frauen und Männern].

High Heels bewusst auswählen und tragen

High Heels müssen nicht grundsätzlich aus dem Schuhschrank verschwinden. Für die Füße macht es jedoch einen Unterschied, ob ein gut passender Schuh mit moderatem Absatz gelegentlich getragen wird oder ein sehr hoher, enger Schuh über viele Stunden.

Achten Sie deshalb auf ausreichend Platz, sicheren Halt und eine Absatzhöhe, in der Sie stabil und möglichst beschwerdefrei gehen können. Wie bei jedem Schuh gilt auch bei High Heels: Eine gute Passform ist eine wichtige Grundlage für angenehmes Tragen.

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